Lampranthus – Ins rechte Licht gerückt


Blütenpracht im hellen Sonnenlicht

Kaum eine andere Blume ist in der Lage, derart strahlend und leuchtend zu blühen wie die Lampranthus, die auch Mittagsblume genannt wird. Dabei scheinen die Blüten oft so perfekt, tieffarbig und glänzend, dass man meinen könnte, sie seien aus Plastik. Ihr Farbenspektrum reicht von Gelb über Orange bis Rot, wobei aber auch weiße und violette Blüten häufig sind. Meist blühen sie hierzulande von Juli bis September und immer nur an voll sonnigen Tagen, was ihnen auch den deutschen Namen Mittagsblume eingebracht hat.

Bescheidene Gäste im heimischen Garten

Dabei sind die Sukkulenten, die ursprünglich von den Küsten Südafrikas stammen, sehr bescheidene Gartenbewohner, die auch leichte Fröste überstehen, wenn sie auch unseren kalten Wintern nicht gewachsen sind. Aber selbst das Überwintern ist nicht schwer, denn die Pflanzen bilden wahre Teppiche im Garten und können leicht abgehoben und in Kübel mit sehr sandiger Erde verpflanzt werden, wo sie an einem hellen und kühlen Ort überwintern.

Überhaupt lieben es diese Sukkulenten eher spartanisch. Mit einem Gemisch aus Sand und Gartenerde, bei dem der Sandanteil gerne gut überwiegen kann, sind sie zufrieden. In ihrer Heimat wächst die Mittagsblume sehr erfolgreich direkt in den Dünen am Meer, wo sie sich auch im Mittelmeerraum sehr erfolgreich behauptet. Selbst in Südamerika verdrängt sie dort andere, heimische Dünenbewohner erfolgreich und rasant, seit sie als Zierpflanze von Menschen eingeführt wurde, und taucht die Strandzonen im frühen Sommer in wahre Blütenmeere.

Blütenmeer Wintergarten

Aus diesem Grund findet man sie bei uns nicht nur in Töpfen und Kübeln, sondern auch häufig in Steingärten, wo sie selbst große Bodenflächen in kürzester Zeit bedecken und mit ihren schönen Blüten für ein herrliches Farbenspiel sorgen. Lampranthus können Sie dabei äußerst einfach mit Hilfe von Stecklingen, die in Wasser oder Erde gesetzt in kürzester Zeit Wurzeln ziehen. So ist es auch möglich, kleine Stecklinge zu überwintern und dann ab Anfang April an einen sonnigen Standort ins Freiland zu setzen. Es ist auch möglich, die Pflanze mit Hilfe von Samen zu vermehren, die man im Spätsommer gewinnt und bis zum Frühjahr kühl lagert.

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