Lange Haltbarkeit mit Pülverchen und Hausmitteln


Frisches Wasser und ein frischer Anschnitt sind die besten Voraussetzungen für ein langes Vasenleben von Blumen. Mit einfachen Tricks, Mitteln und Pülverchen können Sie die Haltbarkeit noch zusätzlich beeinflussen und das Blühen in die Länge ziehen.

Die Schönheit einer Blüte oder eines ganzen Straußes ist leider vergänglich. Nachdem die Wurzeln als „Saugorgane“ gekappt sind, müssen Wasser und Nährstoffe der Pflanze jetzt künstlich und konzentriert zugeführt werden. Um dem Verblühen so lange wie möglich entgegen zu wirken, können Sie dem Vasenwasser verschiedene Stoffe zugeben. Zusammen mit einem regelmäßigen frischen Anschnitt, dem Wechseln des Vasenwassers, dem Entfernen der unteren Blätter etc. verzögert sich der Welkeprozess.

Zuckerstückchen bringen Energie

Eine Notlösung, um die Haltbarkeit zu verlängern, ist Haushaltszucker: Aufgelöst im Vasenwasser bietet er schnell und günstig eine erste Nährstoffversorgung für Ihre Schnittblumen. Doch Vorsicht! Zucker wird nicht nur von der Pflanze aufgenommen – auch im Wasser befindliche Bakterien nutzen diese Energiequelle und vermehren sich fleißig. Das bedeutet, die Infektionsgefahr an der Schnittstelle des Stängels wird immer größer, die Leitungsbahnen verstopfen, und statt einer Verlängerung der Haltbarkeit tritt das Gegenteil ein.

Keine Chance für Bakterien

Mit Aktivkohle als Zusatz wird die Bakterienpopulation nicht angeregt. Ihre desinfizierende Wirkung verhindert ein verstopfen der Leitungsbahnen. Allerdings birgt Aktivkohle keine Nährstoffe und ist daher für die Verlängerung der Haltbarkeit nur bedingt brauchbar. Genauso verhält es sich mit dem beliebten Kupfercent. Das Kupfer verändert den pH-Wert des Wassers, damit wird die Bakterientätigkeit herabgesetzt – ein Nährstoff-Ersatz ist es aber nicht. Gleiches gilt für den Einsatz einer Kopfschmerz-Tablette. Und die kostet auch noch richtig Geld – da stimmt das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht mehr.

Power-Pulver und Säfte

Ganz anders sieht es mit Frischhaltemitteln aus, die von verschiedenen Herstellern angeboten werden. Sie enthalten ein optimales Nährstoff-Angebot für Schnittblumen, die gleichzeitig die Bakterien einschränken und das Vasenwasser sauber halten. Das power-Pulver in kleinen Tütchen geben Floristen ihren Kunden meist mit auf den Weg. Schnittblumennahrung können Sie aber auch im Fachhandel käuflich erwerben. Damit sind auch Blumen, die Sie im Garten schneiden, bestens versorgt und nicht auf den Goodwill ihres Floristen angewiesen.

Die Frischhaltemittel sind in ihrer Wirkung bereits so weit optimiert, dass es neben allgemeinen Mitteln für gemischte Sträuße bereits spezielle Mischungen für bestimmte Pflanzengruppen gibt, z.B. für Zwiebelblumen, speziell für Narzissen, oder in winterlichen Gestecken für Tannen- und Fichtenzweige.

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