Blätter, Kräuter & Co. – das Blüten-Beiwerk


Natürlich spielen Blüten die Hauptrolle. Doch das Beiwerk deshalb die zweite Geige spielen zu lassen, wäre falsch. Still und leise ordnet es sich unter, setzt aber optische und duftende Akzente, macht aus weniger mehr. Kurz: Es ist im Umgang mit Blumen unverzichtbar.
Schon eine einzelne, einfache Blüte fällt mehr auf, wenn sie von kräftig grünen Blättern, Gräsern, Farnen oder Kräutern umgeben ist. Ihren herbstlichen Dekorationen mit Chrysanthemen oder Astern können Sie durch Zweige mit bunten Früchten der Jahreszeit individuelles Flair verleihen. Außerdem bekommen die Sträuße mehr Fülle und lassen sich besser binden – eine wertvolle Hilfe vor allem bei unbelaubten oder starren Blütenstängeln, z.B. Gerbera oder Rosen. Auch Ungeübten gelingt so ein üppiges Blumengebinde. Gleichzeitig unterstreichen die Zutaten die Wirkung der Blüten oder fügen sich, farblich aufeinander abgestimmt, harmonisch in die Dekoration ein. Kräuter verströmen zusätzlich einen zarten Duft nach Sommer frische. Gräser mit überhängenden Rispen sorgen für Dynamik und Schwung.

Beiwerk finden Sie in Ihrem Garten oder in der Natur. Aus Beeten, Hecken und Sträuchern kommen die feinen Zutaten, die einen Strauß erst richtig lebendig machen: Immergrünes, bizarre Samenstände, Frucht tragende Zweige oder ausladende Ranken – alles lässt sich verwenden. Und wer keinen Garten hat: Selbstverständlich finden Sie auch beim Blumenhändler alle diese Zutaten.

Grüne Mixtur

Blatt ist nicht gleich Blatt. Unterschiedliche Grüntöne, variantenreiche Formen von groß bis feingliedrig: Für jede Blüte ist das Passende dabei, das ihre Wirkung untermalt. Die Kombination verschiedener Blätter macht ein Arrangement besonders reizvoll. Sträucher oder Staudenbeete können hier Unverzichtbares liefern. Achten Sie beim Schnitt in Ihren Blumenbeeten darauf, dass die Blätter bereits voll entwickelt sind. Frisch Ausgetriebenes hält sich in der Vase nicht! Im Sommer haben z.B. die Blätter von Funkien, Elfenblumen oder Bergenien eine lederartige Struktur, die für eine lange Haltbarkeit in der Vase sorgt. Schneiden Sie immer nur so viel ab, wie Sie benötigen. Kräuter wie Rosmarin oder Lavendel brauchen vor der kalten, winterlichen Jahreszeit ein üppiges Blattkleid: Schneiden Sie deshalb ab September nicht mehr, denn die duftenden Zweige sind der natürliche Winterschutz der beliebten Pflanzen.

Astwerk

Zweige können auch im unbelaubten Zustand für Pep sorgen. Fein verästelt setzen sie bizarre Akzente. Ihre Hochzeit haben sie im Herbst: Mit Früchten und Beeren behangen bringen sie den Reiz der Jahreszeit ins Zimmer. Verwenden Sie beim Schnitt immer eine scharfe Gartenschere und schneiden Sie immer unmittelbar oberhalb einer Verzweigung. Erst anschließend kürzen Sie den Zweig auf die gewünschte Länge.

Üppiger Herbst

Früchte sind auch „solo“ wichtiges Gestaltungs- und Stilmittel. Hagebutten oder Zieräpfel, wie zufällig um eine Vase herum drapiert, ergänzen harmonisch die Blumen der Jahreszeit. Sie halten meist mehrere Wochen. Auch herbstlich eingefärbte Blätter haben ihren Reiz: Da sie sowieso von den Bäumen fallen, müssen Sie damit nicht sparen.

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